Meine Spurensuche nach Anfängen, Aufbrüchen, Aufhören und Aufgaben
Gerade noch stand sie voll in ihrem Saft, war sozusagen in ihren besten Jahren – oder vielleicht eher Wochen. Jetzt bekommt sie Falten, ihre weißen Blüten zerknittert wie ein zusammengeknülltes Papiertaschentuch. Leb wohl, du Elegante, zu Zarte, du Schöne! Du machst Platz für Neues. An deiner Stelle wird sich bald etwas zeigen – frisch und fruchtig.
#Heckenrose
Noch vor ein paar Wochen hat er sich in Schale geworfen – seine Vorliebe: ein selbstbewusstes Gelb. Das kann er auch gut tragen. Heute ist sein Hemd weiß. Die kleinen Fähnchen halten sich fest, doch irgendwann genügt ein kleiner Windstoß und er steht wieder nackt da, voller Erinnerung an das, was mal war. Was kommt, weiß nur die warme Luft.
#Löwenzahn
Und dann steht da sie. Aufrecht, erhaben. Stolz öffnet sie ihre filigranen gelben Blüten. Bewundernd stehe ich vor ihr. Traurig sehe ich am Abend ihre verwelkten Blätter. Doch über Nacht macht sich die zweite Reihe bereit für ihren Auftritt. Tag für Tag ein wiederkehrendes Aufblühen und Verwelken. Loslassen und Aufbrechen. Immer wiederkehrend mit Energie, Neues zuzulassen.
#Nachtkerze