Oh, manchmal. Manchmal, da geht es ganz schnell. Nur für einen Augenblick weggeschaut, da ist sie schon da, die Würgewinde. Und ehe ich mich versehe, bildet sie Verästelungen, schlingt sich um die Krokusse, Narzissen, um die Veilchen und Vergissmeinnicht. Mit Leichtigkeit zieht sie sie zu Boden.
Gerade wachsen doch die Blümchen so gut. Ich werde sie nicht verkommen lassen. Ich werde sie pflegen. Ich muss wissen, wo sie stehen, falls sie überwuchert werden. Und meine Gartenschere schleifen. Jeden Tag, um der Würgewinde nachzukommen.
Immer für die Krokusse, Narzissen, für die Veilchen und Vergissmeinnicht. Ich will mir bewusst sein, wofür ich das mache, diese Kraftanstrengung, – nicht wogegen. Für wachsende Schönheit in meinem Garten. Denn Unkraut vergeht nicht. Es ist eine bleibende, eine nachwachsende Herausforderung.
Aber die Schönheit wird alle Anstrengung belohnen.