Heute bin ich…
Dankbar. Ich bin dankbar, dass ich heute aufstehen und mich auf meine eigenen Füße stellen konnte. Mit diesen Füßen gehe ich heute durch die Welt. Sie tragen mich vorbei an den vielen Dingen, die mir geschenkt wurden. Sie berühren die sonnengewärmte Erde. Streichen über den glatten Fußboden unserer Wohnung. Laufen in die Umarmung meines Mannes. Bringen mich zum Duft meines Schwarztees, dessen Dampf aus einer wundervoll verzierten Keramiktasse steigt. In meinem Bauch spüre ich Wärme, dort, wo die Dankbarkeit sich niederlässt. Ich lege meine Hand auf diese Stelle und lasse sie wärmen. Und ich spüre, dass da, wo die Dankbarkeit hinstrahlt, etwas keimt. Das fühlt sich an wie… Ja, ich glaube, das ist Mut.
Heute bin ich…
Mutig. Nicht von mir aus. Aber weil mir heute schon viel geschenkt ist, was mir nicht mehr verloren gehen kann. Heute bin ich mutig, Schritte zu gehen, die Kraft kosten, und Aufgaben zu erledigen, die schief gehen können. Denn da, wo die Dankbarkeit sich niedergelassen hat, weiß ich: Auch dann scheint noch die Sonne, meine Füße werden mich tragen, mein Schwarztee vor sich hindampfen und es werden Menschen da sein, die mich lieben.