Was bisher geschah

Previously in my life – oder: was bisher geschah

Jetzt ist es Monate her, dass ich einen Blogeintrag veröffentlicht habe. Das lag einerseits an den zeitlichen Umständen. Wenn man umzieht, heiratet, auf Freizeiten mitarbeitet usw., bleibt leider nicht so viel Zeit für die Kreativität. Wobei das nicht ganz stimmt. Es ist viel Kreatives entstanden, aber eben nicht für den Blog. Das lag andererseits daran, dass ich zu dem Thema, das ich dem Blog gegeben habe, nicht mehr so viel zu sagen hatte. Seit über einem Jahr ist bei mir Vieles im Umbruch. In meinem Kopf und meinem Herzen ist viel passiert. Und mit dem, was da gerade da ist, sehe ich mich nicht in und an der Kirche (der Zukunft) arbeiten. Da die Überschrift meines Blogs aber „Blütenkraft. Alte Texte – neue Melodien … für neue Blüten in der Kirche“ ist, passten die Texte, die mir aus der Feder flossen, nicht zur Veröffentlichung hier. Deshalb war es nun länger still.

Mit diesem Blogeintrag möchte ich euch mit hineinnehmen, was sich getan hat, – „was bisher geschah“ eben;) -, und wie es hier weitergeht.

Es gab zum einen persönlich viele Umbrüche, aber am stärksten ist das wohl in meiner Theologie passiert. Was das angeht, ist Vieles noch nicht spruchreif, aber vielleicht nehme ich euch Stück für Stück mit rein. Das eine oder andere kann man in den Texten vielleicht auch zwischen den Zeilen lesen.

Außerdem ist mir Schreiben immer wichtiger geworden und es nimmt gerade einen deutlich größeren Raum ein als die Musik. Vielleicht schreibe ich auch weiterhin Lieder um, aber nicht, um „neue Blüten in der Kirche“ zu säen, sondern weil die alten Texte so viel Kraft haben und ich dieser Kraft zum Blühen verhelfen will.

Das Tolle, was ich gemerkt habe, ist: Der Name des Blogs kann bleiben. Denn die Natur bleibt – und wird immer wichtiger für mich. Blumen sind so unglaublich zart und doch so kraftvoll. Ich merke auf der Suche nach meinem Weg, meiner Berufung immer mehr, dass ich Schwachheit, Zartheit und Schönheit zu ihrer eigenen Kraft kommen lassen will.

Das ist insgesamt mein Schwerpunkt in letzter Zeit geworden:

„Kommt her, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.“

Mt 28,11

Schwäche„, die ich lieber Zartheit nenne, hat in unserer Gesellschaft kaum Platz. Alles muss schnell, effizient und stark sein. Ich will dafür kämpfen, dem Raum zu geben. Wie das aussieht – da bin ich noch auf der Suche und auf dem Weg. Aber vielleicht ist auch einfach der Weg das Ziel.
Der Blog wird in Zukunft mehr die Blumen am Rande meines Weges auf dieser Suche zeigen.

Ich habe in letzter Zeit viele Menschen getroffen, die auch auf dieser Suche sind. Auf der Suche nach sich, nach ihrem Weg im Leben und in dieser Welt und nach Räumen, wo es möglich ist, einfach zu sein – mit allem, was so da ist. Wenn ihr auch auf diesem Weg seid oder euch interessiert, wie mein Weg weitergeht – oder ihr einfach Lust auf hübsche Texte und Impulse habt, seid ihr herzlich eingeladen, immer wieder vorbeizuschauen und die Blumen zu bestaunen und euch inspirieren zu lassen.

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