Gebet des Loslassens

Stille.

Die gibt es nicht oft.

Aber ich brauche sie, um mal festzustellen, was ich eigentlich alles mit mir rumtrage.
Solange ich das nicht weiß, kann ich es auch nicht bewusst abgeben.
Und nur wenn ich es abgebe, gibt es auch wieder Platz für Schönheit, Ruhe, Erfüllendes.

Stille werden will ich vor dir, mein Gott
Dir alles lassen, was mich unruhig macht:
den Mangel an Vertrauen,
die Gedanken, die mich verfolgen,
die Fesseln der Sorgen,
meine inneren Kämpfe und Widerstände.

Du bist der Friede mitten im Sturm.
Aus Dir wächst mir zu, was ich brauche.
Deine Nähe suche ich und sonst nichts.

Dein Geist ströme ein
in meine Herzensschale.
Deine Schöpferkraft fülle mich aus
bis in den innersten Raum.
Dein Wille geschehe an mir, in mir und durch mich.

Antje Sabine Naegeli

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