Gebet der Hingabe

„Mach mit mir, was du willst.“
Was für ein Vertrauen ist nötig, um diesen Satz zu sprechen. Bin ich wirklich bereit, das anzunehmen, was Gott mit mir vorhat? Egal, wie groß die Herausforderung ist? Ich weiß, dass Gott mir nicht mehr zumutet, als ich tragen kann. Und ich weiß auch, dass ich oft weniger mutig bin, als ich sein könnte. Ehrlich gesagt kostet mich dieses Gebet immer wieder Mut.

Vor drei Jahren hat mir meine Mama dieses Gebet geschickt, als ich in meinem Auslandsjahr in Peru war. – In einer Zeit, in der ich alles andere als mutig war. Mut, das war für mich damals: Aufstehen und hoffen, dass der Tag nicht zu anstrengend wird. Das Gebet hat mir geholfen loszulassen und darauf zu vertrauen, dass Gott wirklich das mit mir macht, was gut für mich ist.

Seither bete ich dieses Gebet von Charles de Foucauld regelmäßig. Manchmal, um meine Sorgen loszulassen. Manchmal, weil ich Lust auf ein Abenteuer habe. Manchmal, weil ich weiß, dass eigentlich mehr drin ist als ich aus meinem Leben mache. Dieses MEHR hat Gott für mich. Ja, an Tagen, an denen ich das Gebet gesprochen habe, sind hin und wieder für mich ganz schön herausfordernde Situationen gekommen. Aber zum Glück musste ich die nicht allein bestehen.

Dieses Gebet ist Abenteuer und Vertrauen pur.
Probier es aus und schau, was passiert:)

Mein Vater,
ich überlasse mich dir,
mach mit mir, was dir gefällt.
Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir.
Zu allem bin ich bereit,
alles nehme ich an.
Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt
und an allen deinen Geschöpfen,
so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.

In deine Hände lege ich meine Seele;
ich gebe sie dir, mein Gott,
mit der ganzen Liebe meines Herzens,
weil ich dich liebe,
und weil diese Liebe mich treibt,
mich dir hinzugeben,
mich in deine Hände zu legen, ohne Maß,
mit einem grenzenlosen Vertrauen;
denn du bist mein Vater.

Hinterlasse einen Kommentar