Fast vergessen, von Corona verdrängt: Vor ein paar Wochen gab es (wie die meisten sich vielleicht noch erinnern können) in Thüringen große Unruhen und daraufhin viele Diskussionen um die Profil- und Orientierungssuche der CDU.
– 20:00 Uhr im Ersten. Bequem auf dem Sofa fachsimpelnd zu den aktuellen Ereignissen höre ich den Satz (sinngemäß): „Wir dürfen uns nicht immer nach rechts oder links abgrenzen, sondern es ist wichtig, dass wir zeigen, wer WIR sind, was UNS ausmacht.“
Die nächsten Sätze habe ich nicht mehr so richtig mitbekommen, da es in meinem Kopf bereits zu rattern begann. Passiert uns das nicht auch oft in der Landeskirche? Wir grenzen uns zu verschiedenen Freikirchen, zu anderen Religionen, manchmal auch zum Rest der Gesellschaft ab. Aber ist das Sinn der Sache? Die große Frage hat sich in meinem Kopf festgesetzt: „Wer sind WIR? Was macht die Landeskirche so besonders? Warum bin ich noch hier?“ Also habe ich mich hingesetzt und mal ein paar Punkte aufgeschrieben, die ich euch in den nächsten fünf Wochen vorstellen will – also bleibt dran;)
Dornröschen
Um in den Blütenmetaphern zu bleiben, habe ich für diese Reihe über unsere Kirche den liebevollen Namen „Dornröschen“ gewählt. Gerade jüngeren Generationen fallen oftmals eher die Dornen unserer Kirche in den Blick – das ging mir in meinem Auslandsjahr nicht anders. Dennoch ist in mir eine große Liebe zu dieser Blume namens Evangelische Landeskirche gewachsen und ich möchte mit euch erkunden, wie wir den Blick wieder auf die Blüte lenken und, wo diese umrankt ist, sie von den Dornen befreien können.
Vieles davon ist theoretisch, auch manche praktischen, aber noch nicht umgesetzte Ideen sind dabei. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure frischen Blüten zeigt und mir schreibt, was für Ideen ihr so in euren Gemeinden umsetzt! Seid ihr dabei?
Nächste Woche geht’s los!